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Amtsgericht Potsdam: illegale Viagra-Vermittler / Verkäufer verhaftet

Bei der Google Suche: "Viagra kaufen" zeigt sich ein spannendes Bild: Illegale Vertriebsringe verkaufen angebliches "Viagra" völlig anonym und ohne sonst benötigte Rezepte

Potenzmarkt.com vom Netz... Ein Schelm wer da böses denkt

Update 19:00:

Sucht man aktuell in den Google-Deutschland Suchergebnissen nach „viagra“ findet man auf einem der besseren Plätzen die Seite Potenzmarkt.com. Wobei.. außer dem Ranking scheint dort nicht mehr viel zu sein.. die ersten Seiten sind vom Netz :) Spannung!

Google Ergebnisse: Viagra

Mehrere Razzien bei deutschen Pillen-Webmastern

Update 17:00:

Soeben erreichte uns die Nachricht, dass bundesweit mehrere Razzien auch bei kleineren Webmastern, die mit einer Seite an dem Partnerprogramm von www.Pillendienst.com teilnahmen, stattgefunden haben. Ein Webmaster, der heute nach langen Verhören wieder auf freiem Fuß ist, berichtete von groß angelegten Abhör-Aktionen, Befragungen von Bekannten und Verwandten und Beschlagnahmung von Unterlagen.

Die Schlinge um den Kopf des Täterkreises werde nun immer weiter zugezogen. Auch wenn sich dieser wohl primär im Ausland aufhält. Wir können nur spekulieren, dass sich die deutschen Behörden derzeit auf die Zusammenarbeit mit den ausländischen Kollegen vorbereiten.

Jedem Publisher, der mit dieser Seite in Kontakt steht, raten wir nur dazu, direkt zur Polizei zu gehen, oder... :) Who knows...

Gerichtsbeschluss

Verhaftung wegen illegalem Arzneimittel Vertrieb - Amtsgericht Potsdam deckt auf

Eine Tätergruppe um die Domain www.pillendienst.com hat laut unseren Quellen über Jahre hinweg geschätzte 25 Millionen Umsatz über den Vertrieb mit illegalen über das Internet vertriebenen Arzneimitteln verdient. Unter anderem beliebte und teure "Lifestyle-Pharma-Produkte wie das Potenzmittel "Viagra", "Cialis", "Levitra" und das umstrittene Abnehmpräparat "Lida".

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, seit April 2008 eine feste Zusammenarbeit untereinander und mit Dritten eingegangen zu sein, die sich als eine kriminelle Tätigkeit beschreiben lässt. Der Plan dieses Vorhabens war, Arzneimittel aus Asien, die in Deutschland weder eingeführt noch zugelassen sind, auf der Homepage www.pillendienst.com gewinnbringend zu verkaufen.


Für die Einführung dieser Medikamente, die sich auf gefälschten Viagra-Präparaten, weiteren gesundheitsschädigenden Potenzmitteln und illegalen Schlankheitskapseln zusammensetzten, umgingen die Beschuldigten die Einfuhrkontrollen des deutschen Zolls. Ziel war es, die Medikamente auf illegale Weise an Endkunden gewinnbringend zu verkaufen.


Den Kunden wurden falsche Informationen über die Medikamente vermittelt, die auf der einen Seite die Beschaffenheit und Wirkung und auf der anderen Seite die Herkunft beschrieben. Über die Mitarbeit von Dritten, verkauften die Beschuldigten diese illegalen Medikamente und kassierten eine hohe Provision. Die Beschuldigten verkauften Fertigarzneimittel ohne Zulassung und Genehmigung, sie umgingen das Arzneimittelgesetzt und die Rezeptpflicht.


Desweiteren machten sie Werbung für Medikamente, die in Deutschland nicht zugelassen sind und machten falschen Angaben zur Zusammensetzung. Außerdem haben sie vorsätzlich ohne Genehmigung eine Apotheke im Internet betrieben, die ihnen durch die hohen Provisionszahlungen einen überaus großen Verdienst ermöglichten.


Die Beschuldigten erwirtschafteten innerhalb des genannten Zeitraums mit den Provisionszahlungen einen Betrag, der sich ca. auf die Höhe von 320.000 Euro beläuft...

Schätzungen unserer Quelle

Die Beschuldigten, die sich aus fünf Personen zusammensetzen, dürfen sich wegen Betrugs im großen Stil verantworten. Vorsätzlich habe die Bande das Finanzamt über ihre Taten im Unwissen gehalten.
Kunden von Pillendienst.com zahlten ihre Rechnungen erst auf ein tschechisches Bankkonto, darauf folgten Konten in Zypern, bis die Beschuldigten ein Bezahlsystem in Deutschland einrichten ließen. Auf Grund von Ermittlungen musste dieses Bezahlsystem aufgelöst werden, worauf die Beschuldigten wieder Konten in Zypern und nun auch Rumänien einsetzten.
Die Umsätze dieser Konten, die seit ca. 2008 bis heute betrieben worden sind, belaufen sich auf eine Höhe von ca. 25 Millionen Euro.
Insgesamt gehören der Bande mehr als vier Internet-Shops, auf welchen sie illegale Geschäfte betrieben haben. Zu den umsatzstärksten Shop zählt Pillendienst.com.

 

Fragen oder Infos?

Schreibt uns eine E-Mail an:

news@pillenabo.org

Schon das einbinden sogenannter Pillen-Partnerprogramme kann zu Problemen führen, am besten man lässt die Finger davon oder berät sich mit einem Anwalt.

- Anonym
Publisher